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Review: Edi – Ordeal

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Edi, eher unscheinbarer Teil der Chimperator-Crew, aber schon seit Jahren dabei, veröffentlicht mit „Ordeal“ ein Debut, das durch seine Konzeption als Storytelling-Album in der Lage ist den Begriff der Realness, fernab von der promofördernden Realsatire anderer deutscher Rapper, neu zu prägen.

Er erzählt auf dem Album seine eigene Geschichte, die von Esslingen, einem Ort in der Nähe von Stuttgart, wo er aufgewachsen ist, über Berlin und wieder zurück an den Anfang führt. Grundlegend für die Erzählstruktur ist ein Konzept aus dem Jahre 1949 von Joseph Campbell, welches sich mit der Reise des Helden in zwölf Kapiteln beschäftigt und wie dieser in einem typischen Abenteuer seine Reise antritt und wieder beendet. Diese Ideen beeinflussten unter anderem schon Georg Lucas, den Dichter Robert Bly, oder die Rockband Grateful Dead.

Vor dem Release wurde die Vorabsingle „Absturzgefahr“ veröffentlicht, die zwar außerhalb der eigentlichen Albumstruktur steht, allerdings musikalisch und textlich einen perfekten Stil-Eindruck gibt und für mich persönlich während der Wartezeit zu einem kleinen Überhit wurde.

Der erste Track, der danach veröffentlicht wurde und gleichzeitig das Intro des Albums darstellt, ist „Ortschaft“. Edi beschreibt die Ausgangssituation seiner eigenen Geschichte und schon da ist zu merken, dass sich da niemand etwas ausgedacht hat, sondern mit einfacher Sprache gute Bilder erzeugt werden, die beim Hörer im Laufe des Albums zu einem Film werden, der weiß in seinen Bann zu ziehen.

Ob Straßenschlägerei, Techno-Club, Drogen, Liebe oder Familiendrama, wenn auf einmal fraglich ist, ob das eigene Kind nach der Geburt überleben wird; Edi erzählt authentisch und berührend aus seinem eigenen Leben und am Ende bleibe ich als Hörer mit dem Wunsch zurück, mich dafür bedanken zu wollen, dass da jemand in heutiger Zeit den Arsch in der Hose hat simple Wahrheit in Schönheit zu gießen, weil ich für meinen Teil genau weiß, wieviel Kraft und Zeit das benötigen kann.

Das schlägt sich auch in den zwei Jahren Produktionszeit nieder, die Edi sich genommen hat. Aus kleinen Vorabskizzen, die in der Zusammenarbeit mit Tua entstanden sind, auch auf dem Track „Etwas ändern“ zu hören, ist dann unter Mithilfe von Audhentik ein Album gestanden, das seinem Titel „Ordeal“, was übersetzt in etwa „Feuertaufe“ bedeutet, gerecht wird und dass es hoffentlich irgendwann einmal auf Vinyl zu hören gibt.

Edi – Ordeal erscheint am 29. April beim Label Chimperator, kann aber jetzt schon als Vorabdownload bei Itunes gekauft werden.

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Review: Lambert – Stay In The Dark

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Lambert macht mit seinem zweiten Album, das beim Label Staatsakt erscheint, einen riesigen Referenzkasten auf, dessen Grenzen zwischen Pop, Klassik, Elektronischer Musik und Ambient herumwabern.

Wollte man Namen nennen, wäre man schnell bei Phillip Sollmann, alias Efedmin, Ezekiel Honig, Chilly Gonzales oder Francesco Tristano angelangt. Was alle diese Menschen mit Lambert gemein haben? Sie gleichen sich darin gleichen in Konzeptionen aufzugehen und diese dann auch ausfüllen, denn „Stay In The Dark“ ist nichts anderes.

Ein Album, nur bei Nacht aufgenommen, auf dem jemand sich seine eigenen Wege auf dem Klavier sucht. Dabei werden klassische Songstrukturen am Rand liegen gelassen und mit Hilfe von Effekten und mehreren Ebenen paaren sich Momente zu Strukturen, die ihr Hauptaugenmerk. Damit dass auch bei der Liveumsetzung so bleibt nimmt sich Lambert als Musiker aus der Gleichung heraus, indem er eine riesige verfremdete Stierkopf-Maske trägt, die sich ohne Probleme an die düstere Konnotation des Albums anfügt.

Dass ein solches Werk letztendlich beim Label Staatsakt erscheint, spricht ein wiederholtes Mal für eine Release-Mentalität, die sich nicht in eine Schublade stecken lassen will.

Lambert – Stay In The Dark
VÖ: 04. September 2015, Staatsakt

www.listentolambert.com
www.facebook.com/listentolambert


Lambert Live
20.10.2015 Düsseldorf – FTT
21.10.2015 Leipzig – UT Connewitz
22.10.2015 Magdeburg – Moritzhof
23.10.2015 Hannover – FZH Lister Turm
24.10.2015 Hamburg – Kampnagel K2
29.11.2015 Berlin – Heimathafen
08.01.2016 Dresden – Scheune
09.01.2016 Erfurt – Franz Mehlhose
11.01.2016 Wien (AT) – Radiokulturhaus
12.01.2016 Nürnberg – Neues Museum
13.01.2016 Saarbrücken – Theater im Viertel
14.01.2016 Karlsruhe – Jubez
15.01.2016 Stuttgart – Merlin
16.01.2016 Wiesbaden – Hessisches Landesmuseum
17.01.2016 Zürich (CH) – Exil

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Entgegen dem „Verblendungszusammenhang“

Authentizität hat immer auch mit Selbstkenntnis zu tun. Löst man den Spass aus dem „Verblendungszusammenhang“, dann hat man ein Spiel, bei dem jeder gewinnen kann.

Die systemischen Theorien sind in ihrem Dualismus an die Grenzen ihrer Frequenz gekommen, weil sie denken allein mit Raumregeln und deren Kenntnis kann man alles erklären und insgeheim hoffen sie immer noch, sie könnten auch Lösungen für die Probleme, die sie aufdecken, bereitstellen, aber dem ist leider nicht so. Null und Eins treten nie alleine auf. Sie sind stehts Teil einer Sequenz, die man von Seiten eines dekonstruktivistischem Ansatzes umpolen kann, um Blasen in ihrer Frequenz zu erweitern.

Normalerweise bin ich immer derjenige, der die Personen um sich rum nach ihren Superkräften fragt und viele haben keine direkte Antwort, weil sie im Kopf den guten alten Marvel-Helden haben und nicht auf die Idee kommen, dass eher das DC-Universum gemeint ist.

Wenn ich nach meinen Superkräften gefragt werde, zähle ich als erstes meine Fähigkeit auf mich unsichtbar zu machen. Die hab ich mir über Jahre angeeinget und auf der Straße laufen Menschen an mir vorbei, weil ich mich durch meinen gesamten Habitus an Schubladendenken bediene, um meine Tarnung zu perfektionieren.

Das Spiel, das aus dem Verblendungszusammenhang gerissen werden muss, um produktiv auf das gesamte Umfeld, welches einen umgibt, einwirken zu können, läuft die gesamte Zeit.

Einer will immer der geilste sein und genau diese Vorstellung müssen wir in den Köpfen dekonstruieren, dass es nämlich nicht darum geht andere und vor allem sich selbst so zu blenden, dass dadurch Kollateralschäden entstehen, die niemandem zu gute kommen.

Natürlich geht es darum die ganze Zeit Spass zu haben. Auf etwas anderes konnten wir uns auch als Gruppe nicht einigen, denn das ist der eigentliche Masterplan. Ab und an müssen dann auch Köpfe rollen, weil ab einem gewissen Anspruch der Risikofaktor steigt. Solange die Personen dann gekonnt aufgefangen werden sehe ich für mich persönlich in einem solchen Move keine moralische Fragwürdigkeit.

Es sind nicht die Erwartungen, die in dem Falle die Grundlagen schaffen, sondern das Ziel den Ritt der vor einem liegt so zu gestalten, dass sich innerhalb der Blase die Flow-Momente in ihrer Frequenz verstärken.

Blasen platzen halt manchmal ziemlich laut, wenn sie ihr Limit erreicht haben.

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Bewusstsein

„Körper sein und Körper haben sind zwei verschiedene Sachen.“

„Aber denk darüber nicht so viel nach, sonst verstehst du das nicht.“

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nie wahrer als jetzt

Save your heart for someone who leaves you breathless.

And I am not talking about hypoventilation here. I am talking about those moments, when you are just in the middle of walking down the street, going on about some weird shit like how awesome the drumming on that first bloc party album really is and suddenly you realize, just by looking at her and the way she puts one foot in front of the other, how lucky you are to be with her and a second later you have to take a deep breath, because you actually forgot about it.

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Zeitsprung

Ab jetzt beginnt eine andere Zeitrechnung. Vier Batterien, die mir zum Glück fehlen. Und eine Sehnsucht im Bauch. Als wenn ich anders könnte. Frag doch mal die anderen Planeten. Die erzählen mir teilweise das gleiche. Aber irgendwie kann ich es immer noch nicht glauben. Geweint habe ich fast vor Glück. Und war danach seit langem nicht mehr so entspannt. Jetzt lieg ich in deinen Hotpants auf meinem Bett und frage mich, wie viel man von meinem Penis wirklich sieht. Ganz normaler Move, vor allem wenn die Hose so eng sitzt. Ich hab mir gerade gedacht, weil soviel kaputtgegangen ist in letzter zeit, oder einfach nicht mehr funktioniert, oder anders als es soll, habe ich keine Möglichkeit mehr das zu dokumentieren bis mir die Rollfilme im Kühlschrank einfielen. JA, es handelt sich hierbei um eine narzisstische Störung. Der Fokus auf den eigenen Körper und dabei dann noch geil werden. Ganz neues Gefühl. Ich sollte diese Hose öfter tragen.
Zeitsprung. denn die Chancen, dass ich solange schreibe, bis du wieder aufwachst, ich weiß nicht wie ich die bewerten soll. Was kommt, das kommt und verdammt nochmal wer zum Teufel ist eigentlich Frank? und …. ich brauch gar nicht weitersprechen. Ich weiß. Ja. Nein, nicht immer. Aber wenn zu doll, dann Ansage. So, der Rollfilm ist eingelegt. Narzissmus. Gesunder. Weil ich es mir erlauben kann. Und wieder wünsche ich mir vier Batterien. Es war einfach ein astreines Zeitloch und wir sind mal wieder mittendrin. Wie immer. Wenn wir bouncen, dann hat der Rest keine Ahnung, wo ihm der Kopf steht. Frag die Menschen. Wer tanzt am dollsten? der typ in den hotpants. fickt euch. ich mach halt, was ich kann. immer.

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Ein Beitrag zum Thema „Wertschätzung“. (Weil ich dazu was beitragen will)

Generation Disney Land, wo jeder seinen eigenen Film dreht

und wendet, wie es ihm gefällt.

Hauptdarsteller gesucht. Erfahrung keine Voraussetzung, aber hilfreich.

Anforderungsprofil: Selbstverliebtheit bis Narzismuss, Egozentrik und Selbstzweifel in einem, verschiedenste Masken und Kostüme.

Gratiszugabe: Selfie-Stick.

[Im Kleingedruckten:] Warnhinweis: Leben kann tödlich sein .“


– Du, das Stellenausschreiben hängt da jetzt schon ‘ne Weile und es hat sich noch keiner gemeldet. Schicken wir die  Freakabteilung mal auf die Erde. Die sollen sich mal austoben. Vielleicht schaffen die’s, sich so voneinander zu isolieren, dass jeder für sich ‘ne Blase  bildet und einer nach dem anderen ins Universum aufsteigt, dann spielen wir Traumblasenplatzenlassen von hier oben, macht fast so viel Spaß wie Luftpolsterfolie und genauso süchtig. Oder die Idioten schaffens tatsächlich die Energiefelder so um sich rum aufzubauen, dass sie sich gegenseitig abstoßen, wie zwei unterschiedliche Pole halt, hahaha und das ganze natürlich wegen Kinkerlitzchen, Hass und so, dann kippt irgendwann der gesamte Energiehaushalt und alle Lichter gehen aus. Haha, Scheiße, stell dir das mal vor, was ein Chaos, was für eine Vorstellung und damit meine ich jetzt kein imaginäres Bild, sondern sowas wie ‘ne Zirkusvorstellung, wild und doll..können wir das echt verantworten? Ich meine, in Anbetracht der Tatsache, dass es sich hier um einen von 87 Milliarden Planeten handelt und einen nicht gerade weit entwickelten – wenn ich das mal so sagen darf –  ist es den Spaß doch eigentlich wert. Let the games begin. Hab gehört Gabriel nimmt Wetten an, ob die Rückbesinnung zu Liebe und Menschlichkeit eintreten wird, 28 Jahre ab jetzt haben sie Zeit. Ich wette auf jeden Fall dagegen, ist ein ziemlich sicheres Ding, kennst mich ja, beim Glücksspiel fordere ich das Schicksal nicht hinaus. Einmal mit dem Finger geschnipst und um ein paar Söeösjb reicher.

Wenn es einem so einfach gemacht wird, kann es dann noch unmoralisch sein?

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Was wollt ihr denn bitte?

Haltet eure Fressen und kriegt Kinder. Oder eben nicht. Manchmal ist das dritte Kind auch einfach nicht notwendig. VERHÜTUNG. Punkt.

Ich meine, ok. Ich versteh das, wenn man hart rallig ist und gerne mal einen wegstecken / endlich mal erfüllt werden möchte. Aber hey. Selbst eure Teenieschwangerschaften reichen nicht aus.

so. und jetzt schaut euch mal bitte die zahlen an.

2013 waren 61 % der Empfänger männlich. 31 % der Leistungsbezieher waren noch nicht volljährig, 67 % im Alter zwischen 18 und 64 Jahren und 2 % bereits 65 Jahre oder älter.

Statistisches Bundesamt

Ich habe nichts dagegen, wenn die Leute eure zukünftigen Kinder ersetzen, weil die eh versaut sind. Merkt ihr was in Bezug auf die Jahreszahlen? 2013? Wenn ich irgendwie das Programm meiner Stiefmutter betreuen müsste, die eh kaum noch denken kann, weil sie nämlich frühzeitig in den Standby-Modus versetzt wurde, dann kann ich das vollständig nachvollziehen.

Zeitliche Verzögerung ist ein unglaublich gutes Mittel um Wahlen zu gewinnen. Und ja, ich weiß, ihr könnt das mit den Zahlen gut genug.

Gehen wir mal zu euren statistischen wochenberichten (ja, ich schreib das extra klein, weil etwas anderes habt ihr nicht verdient). Ihr macht statistische Wochenberichte und euer letztes Paper stammt von 2013?

KANN DAS SEIN, DASS IHR KEINE AHNUNG HABT?

Weitere fachliche Informationen zum Bereich Volkswirtschaftliche Gesamtrechnungen erhalten Sie unter
Tel. 0611 / 75 – 2626

Ich hab halt gar keine Ahnung, was das ganze Gewurschtel angeht, aber ich weiß, wennn jemand dabei ist mich hart zu verarschen und derjenige dabei denkt, dass ich das nicht merke.

Alles was ich will ist nur die Regierung stürzen.

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Es hat schon längst begonnen, es geht nur schon wieder los.

Ich melde mich zu Wort und zu jeder Schandtat an

Heute Nacht hatte ich ein Mikro zwischen den Lippen kleben und hab gerappt. Nicht vor vielen Leuten und auch nicht sonderlich gut, der Beat hat nicht gepasst und ich hab mich verhaspelt, aber es war immerhin mein eigener Text. Und wenn ich das kann, kann ich jetzt auch öffentlich schreiben, was sowieso raus muss. Deswegen willkommen in meinem Kopf, will kommen, wer und was auch mag. Ich weiß nicht, was davon Sinn für euch ergibt, das könnt ihr euch aussuchen und damit anfangen, was ihr wollt. Jedem Anfang wohnt ein Zauber inne. (H. Hesse, weil isch gebürdisch auch Hesse bin. Da hat alles angefangen, geboren bei Vollmond, wiedergeboren zur Sommersonnenwende 2015. Keine Ahnung, wie alt ich demnach jetzt bin, aber Zahlen sind mir sowieso zu rational. Hauptsache ihr checkt: The 90ies are back). Deswegen,

 

mitlinks

Auf die Plätze…

 

Fertig…

 

„Auf Los geht’s los“

sagte der Erfinder von Monopoly,

Doch ich starte in der Schloßallee,

Ziehe gleich über Los, ziehe gleich 4.000 Mark ein,

Was kostet die Welt? Ich steck’s ins Sparschwein.

 

 


[Wenn man alles in allem betrachtet, hat das hier was mit „Ich spring von Level zu Level zu Level“ zu tun.

Aber vorerst genügt zu wissen: Im Großen und Ganzen, haben wir alle/n Grund zu tanzen.]

❤️❤️❤️

 

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