Bad Parents

Bad Parents sind ein Duo aus dem Süden Londons, die im Mai diesen Jahres ihre erste EP veröffentlicht haben. Live treten Misty Miller und Tom Shelton meist zu zweit auf, aber für die EP haben sie sich Unterstützung von Freunden und Bekannten geholt.

Herausgekommen sind vier Songs in unprätentiöser Folkattitüde, die man durchaus mit den Moldy Peaches vergleichen kann. Die Single „You Can’t Date A Model“ sticht hierbei mit Erläuterungen zur Problematik der Partnerwahl besonders heraus.

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[Video] Destroy Degenhardt – Silke Bischoff Deluxe / Otaku Shore

Destroy Degenhardt, Kunstfigur und gelebte Gottheit des Understatements, stand in den letzten sieben Jahren für Inszenierung eines gepflegten Neurosengartens, für sechs Alben im Eigenrelease und für musikalische und textliche Querverweise, die die eigene Fanboy-Attitüde angesichts der Vielzahl manchmal fast schon lächerlich erscheinen lassen.

Dass das neue Album mit dem Titel „Das Handbuch des Giftmischers“ jetzt auf Audiolith erscheint, tut dem keinen Abbruch und so präsentiert die erste Split-Single in gewohnter Masken-Manier, vielleicht inzwischen in höherer Auflösung als noch 2010, mit Smalltown Boy und Chris Isaak eine emotionale Grauzone, in der selbst die stringente Dekonstruktion des eigenen Egos anzuzweifeln ist, denn „ein Werwolf ist sexuell attraktiver als ein Hund“.

„Das Handbuch des Giftmischers“
03.November 2017
Audiolith Records.

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[Re-Release] Locas In Love – Saurus

2007. Das fühlt sich wie ein anderes Leben an. Das war Tocotronics Kapitulation, Amy Whinehouse war noch am Leben und Robyn wurde mit With Every Heartbeat zur Schwedin der Herzen.

Zehn Jahre ist das also her, dass, neben dem Namedropping in den Jahreslisten, die Kölner Locas In Love ihr zweites Album Saurus veröffentlichten, das, ganz ohne finanziellen Backup in Deutschland aufgenommen und in den USA von Produzent Peter Katis (Interpol, The National, The War On Drugs) abgemischt und vollendet wurde und sich einen Platz in den Herzen der Kritiker sicherte.

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[VIdeo] Joon Moon – Tiger

Unter dem Pseudonym Joon Moon arbeiten der Produzent Julien Decoret, der zuletzt eine zehnjährige Welttournee mit Nouvelle Vague absolvierte, der Schlagzeuger Raphael Chassin und Sebastien Trouve, als Tontechniker, seit 2015 daran in ihrem Projekt Pop und Soul mit einem Retrosound zu vereinen, für den ausschließlich mit Instrumenten der 60er und 70er Jahre aufgenommen wird.

Als Sängerin für das Ganze konnte man ein wenig später Krystle Warren gewinnen, die bis dato House-Projekten wie Hercules und Love Affair und The Feast of the Broken Heart ihre Stimme lieh.

Seit 2015 haben drei EP’s das Tageslicht erblickt und jetzt steht Ende September die Veröffentlichung des Debut-Albums Moonshine Corner an.

Das Video zur ersten Single Tiger präsentiert sich passend zum Sound in schönster Schwarz-Weiß-Optik und Regie führte Jethro Massey, der neben Firmen wie VISA und Google auch schon mit Sigur Ros zusammengearbeitet hat. Desweiteren wurde er von David Lynch persönlich aus 450 Einsendungen zum Sieger des Video-Wettbewerbs zu „Good Day Today“ gekührt.

[Review] Under Black Helmet – I Was Laid-Back a Sinner Of Sorts EP

Fanden sich auf der Debut-EP Mute des lettischen Wahl-Londoner Julius Laurašonis, der unter dem Namen Under Black Helmet agiert, und auf Moerbeck’s Berliner Label Code is Law veröffentlicht wurde, noch zahlreiche Flächen, die den Sound eher sphärisch-düster wirken ließen, ist auf seiner neuesten Veröffentlichung für das Rotterdammer Label MORD nichts mehr davon zu spüren.

Die EP trägt den Namen I Was Laid-Back a Sinner Of Sorts und ist geprägt durch ein puristisches groovendes Techno-Fundament, auf dem sich leicht psychedelische Synthesizer-Melodien durch Delays variiert, ihren Raum bahnen.

Der straighte Opener Jagged wurde vom Berliner Video-Künstler Thousand Bits aka David Roeglin in Szene gesetzt.

Under Black Helmet Soundcloud

MORD Records Bandcamp | Facebook | Youtube

Thousand Bits Facebook | Youtube

[Stream] Ghost and Tape – “Vár”

Hinter dem Namen Ghost and Tape verbirgt sich der Ambient-Musiker und Soundproduzent Heine Christensen, der in Barcelona lebt und arbeitet. Vár ist, seit seinem Debut im Jahre 2010, sein viertes Studio-Album. Das Album selbst befasst sich mit der Natur und ihrem allumfassenden Chaos. Der Begriff Vár stammt aus dem Alt-Nordischen, bedeutet übersetzt Frühling und symbolisiert einen Neuanfang. Zwei Tracks des Albums, dass am 29. Oktober beim Label Home Normal erscheint, sind vorab im Stream zu hören.

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Home Normal Homepage | Facebook | Soundcloud

[Stream] LCD Soundsystem – „American Dream“

Nachdem vor ein paar Monaten schon die beiden ersten überzeugenden Auskopplungen „American Dream“ und „Call The Police“ zu hören waren, gibt es jetzt nach sieben Jahren, inklusive Auflösung und Reunion, ein neues Album von LCD Sounsystem. James Murphy verkündete auf Facebook freudig, dass er jetzt endlich duschen und dann schlafen gehen kann. Wir freuen uns, dass „This Is Happening“ endlich einen Nachfolger hat.